27. Spielabend – Die Ruhe nach dem Sturm

Kurz nach der Schlacht widmete sich Ramon der Versorgung der Verwundeten, wofür er ein Lazarett bei der Garde einrichtete. Schon nach kurzer Zeit traf Sahid, mit einem alten Freund, Nazir, ein tulamidischer Sklavenfänger bei der Garde ein. Nazir hatte einen der verwundeten Thorwaler vor dem wütenden Mob gerettet und brachte diesen zu Ramon, um seine Wunden versorgen zu lassen, damit er ihn als Sklaven verkaufen kann. Ramon kaufte ihm den Sklaven sogleich für die Summe von 40 Dukaten von Nazir ab.

Nachdem sich der Rauch der Schlacht gelegt hatte, wurden die Verluste gezählt. Die Garde und die Seesoldaten haben jeweils 10-15 Gefallene zu beklagen, von den Überlebenden haben die Meisten schwere Verwundungen erlitten.
Mit einer feierlichen Zeremonie wurde den Helden der Schlacht der Verdienstorden Chorhops (ein goldener Würfel) verliehen. Sahid und Coragon für die Besetzung der Geschütztürme und die Versenkung der Thorwalerschiffe, Connar post mortem für seinen heldenhaften Einsatz und Ramon dafür, dass er es als einziger schaffte, seine Einheit zusammenzuhalten und die plündernden Thorwaler durch die Stadt jagte.

Connar wurde am nächsten Boronstag mit allen Ehren bestattet…

mit seinem Rabenschnabel und seinem Frostsäbel (der vorher exorziert wurde) an der Seite und den Waffen seiner besiegten Gegner zu Füßen.

Mit der nächsten Karawane aus dem Süden traf ein Trupp Rabengardisten ein. Quintilius, ein Waffengefährte von Coragon und Ramon, brachte Neuigkeiten von unserem Chef Oderin du Metuant und einen Brief aus der Stadt des Schweigens, in dem Coragon zum neuen Hochgeweihten für Chorhop ernannt wird.

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26. Spielabend – Die Schlacht von Chorhop

Bericht des Schutzprätors auf der ersten, kurzen Ratsbesprechung nach der 1. Schlacht von Chorhop:

Indem die Thorwaler einen magischen Sturm beschworen, zwangen sie die Garde zum Rückzug von den Verteidigungstürmen und konnten unbehelligt ins Hafenbecken einfahren. Die Novadireitergarde des Hairans stürtzte sich sogleich in einem tollkühnen Angriff auf die Thorwaler und verschaffte der Stadtgarde und den Seesoldaten genügend Zeit, Verteidigungspositionen einzunehmen, wurde dabei jedoch komplett aufgerieben. Leider erwiesen sich unsere Kräfte als im Nahkampf viel zu unterlegen, um die Stellung halten zu können und die Trupps, die von Coragon, Connar und Tetaka befehligt wurden, suchten schon nach kurzen Gefecht ihr Heil in der Flucht.

Strategiekarte Chorhoper Piratenangriff

 

Ich konnte mich mit meinem Trupp aus dem Nahkampf lösen und im Domizil des Hairans verschanzen. Die feindliche Thorwaler-Otta stürmte auf den Marktplatz weiter, wo sich die Stadtmiliz sammelte. Ich wollte mit meinem Trupp die Thorwaler von hinten angreifen und sie so umschließen, jedoch schlug mein Umklammerungsmanöver fehl, da sich die rückgratlose Miliz gar nicht erst dem Kampf stellte, sondern sofort floh. So machte ich mich mit meinem Trupp an die Verfolgung der plündernden Thorwaler und deren Kapitänin, der ich in unserem ersten Zusammentreffen eine klaffende Unterleibswunde zufügen konnte, jedoch selber Eine am Bein erlitt. Mir gelang es schließlich sie in einem Haus zu umzingeln und Verstärkung zu rufen.

Sahid, dem ich den Spezialauftrag gegeben hatte, mit einem kleinen Trupp den nördlichen Geschützturm zurückzuerobern und die Drachenboote zu beschießen, gelang es unter hohem persöhnlichen Risiko, sich an den Thorwalern, die dieselbe Idee hatten, vorbeizuschleichen und sie schließlich mit einer Brandgranate zu ihren Vorvätern zu schicken. Zusammen mit seinem Trupp nahm er die Drachenboote ins Visier, setze eines davon in Brand und zwang so die Thorwaler zum Rückzug zu den Booten und aus der Stadt heraus. Coragon trommelte ein paar versprengte Soldaten zusammen und besetzte den anderen Geschützturm und zusammen mit Sahids Mannschaft gelang es ihnen noch ein fliehendes Thorwalerschiff zu versenken.

Connar eilte derweil mit Verstärkung zu mir, um gerade rechtzeitig in den Kampf einzugreifen, denn die Thorwaler machten einen letzten verzweifelten Ausfall, um aus dem Haus, dass wir in Brand gesetzt hatten zu entfliehen.

Olgerda - Thorwaler Piratenkapitänin

Die Piratenkapitänin schlug mit ihrer gewaltigen Axt in die Reihen der verdutzen Stadtgarde, welche erst gar nicht zum Abfeuern ihrer Armbrüste kam. Also stellte sich Connar der Hühnin. Er wehrte sich tapfer, wurde jedoch in diesem letzten Gefecht  von zwei mächtigen Axthieben der Thorwalerkapitänin in Borons Hallen geschickt. Möge Boron seiner Seele gnädig sein und ihm den ihm gebührenden Platz in seinem ewigen Reich gewähren, Connar hat ihm treu und tapfer gedient. Jedoch erzürnte dieser Schlag die Garde so sehr, dass die Thorwaler bis auf den letzten Mann mit Armbrustbolzen und Säbelhieben niedergemetzelt wurden. Nach dem Kampf liegen neben 6 Thorwalern, die Kapitänin Olgerda, der Rabengardist Connar Flickenrock sowie zahlreiche tote Gardisten. Somit wurden die letzten Widerstände der versprengten Thorwaler in der Stadt niedergeschlagen, aber zu einem hohen Preis.

Zum Abschluss möchte ich Sahid für den höchsten Verdienstorden Chorhops vorschlagen, denn er hat nicht nur sechs Thorwaler Elitesoldaten mit eigener Hand ausgeschaltet, sondern auch durch seinen beherzten Einsatz bei der Eroberung des Geschützturms maßgeblich zur Verteidigung Chorhops beigetragen, indem er die Thorwaler zum Rückzug zwang. Solche Helden braucht diese Stadt und sein leuchtendes Beispiel sollte eine Inspiration für alle Bürger sein.

 

Der Spielabend aus der Sicht des Spielleiters:

Ein spannender Spielabend, der erwartungsgemäß zu einigem Gesprächsstoff nach dem Spielabend sorgte.

Die Schlachtreihen wurden wie erwartet von den Thorwalern durchbrochen, durch massiven Schaden an den Gegnern und den vergeigten Moralproben der städtischen Truppen. Danach war es nur noch ein durch die Straßen jagen de versprengten Bürgerwehr, bis die Thorwaler schließlich in Éinkaufsstimmung gerieten.

Derweil schlich sich der Phexakoluth/Streuner (Spielercharakter) auf den nördlichen Geschützturm (Fuldigor) um dort einige Thorwalerveteranen vorm Erobern des Munitionsdepots abzuhalten. Vom Dach aus feuerte er mit einigen Chorhoper Zuckerbäckern unter der Führung von Alrik Zuckerbäcker die erste Otta in Brand.
Die Thorwaler alarmierten sofort mittels Hörnern ihre Truppen welche unterdessen im fröhlichen Plünder/Feuerrausch unterwegs waren und zogen sich auf die Schiffe zurück.

Ein zweiter Spielercharakter, Rabengardist und Boroni sammelte versprengte Bürger und Gardisten um den zweiten Turm ebenfalls feuerbereit zu machen. Die drei sich in Aufbruch befindlichen Ottas konnten zwar noch beschossen werden, aber das Zielen gestaltete sich deutlich schwerer und viele Treffer gingen daneben oder auf die eigenen Galeeren. Eine letzte Salve konnte immerhin noch das zweite von 4 Schiffen in Brand setzen während die anderen beiden flohen.

Die versprengten Thorwaler der vierten Otta bekamen nicht viel mit vom Aufbruch und wurden dort einfach im Stich gelassen. Olgerda und ihre Männer zogen sich in ein Haus zurück, das von der Garde umstellt und nach einiger Zeit in Flammen gesteckt wurde.
In einem letzten Kampf unter Blutrausch zogen die 6 Thorwaler aus dem Gebäude und lieferten sich einen aussichtslosenTodeskampf mit den Gardisten und zwei der SCs (beide Rabengardisten). Dabei forderte Connar Olgerda heraus, welche vorher schon den Schutzprätor zum Rückzug zwang. Jetzt im Blutrausch war sie nochmal gefährlicher und setzte mit ihrer mächtigen Barbarenstreitaxt idem tapferen Rabengardist mit zwei Hieben ein Ende.

erster Wurf: Olgerda schlägt den Rabengardist 21 TP, der Gegenangriff des Rabenkriegers endet beinahe in einem Patzer
zweiter Wurf: Olgerda schlägt eine glückliche Attacke mit einer bestätigten 1, 16 SP werden ausgewürfelt (3W+5), dazu kommen 5 für den Blutrausch, also 21 TP, die verdoppelt einen Gesamtschaden von 42 TP geben!

Der Rabengardist wird förmlich in zwei Hälften geschlagen und ist sofort tot. Die restlichen Gardisten und sein Gefährte schießen Olgerda und ihre Wüterische sicherheitshalber aus der Entfernung mit Armbrüsten nieder, was viele Bolzen kostet, bis auch der letzte Thorwaler nicht mehr aufsteht.
Drumherum liegen neben 6 Thorwalern Olgerda, der Rabengardist Connar Flickenrock zahlreiche tote Gardisten. Somit wurden die letzten Widerstände der versprengten Thorwaler in der Stadt niedergeschlagen, aber zu einem hohen Preis.

Interessanterweise waren die restlichen 3 Thorwalerschiffe bereits davon geeilt, als sich der Heldentod ereignete,  Im Prinzip hätten die SCs und die Garde also im Prinzip sich viel Zeit lassen können. Aber der Schutzprätor bestand darauf, der Anführerin und ihren Schergen möglichst schnell den Garaus zu machen und nach misslungenen Türöffnungsversuchen, wurde das Haus in Brand gesteckt.

Die rausstürmenden Thorwaler im Todesrausch waren für die Spieler recht deutlich als Gefahr anzusehen. Und gerade die Piratenkapitänin war in ihren Fähigkeiten den Spielern bekannt. Nachdem der Schutzprätor am letzten Spielabend von ihr aufgemischt wurde und sich zurückzog, hat ein anderer Spieler deren Werte von meinen Unterlagen erspickt. Er hat sich dann freiwillig der Piratin gestellt. Und die Konsequenzen waren eben klar. In Kämpfen können bei uns jederzeit SCs sterben, daher gibt es ja Dinge wie Rückzug und ähnliches. Und den Rückzug hätte er auch noch nach dem ersten Treffer vollziehen können, blieb aber trotz 15 LE immer noch im Zweikampf.

Outgame hätte man also abwägender handeln können, aber so war es ingame ein spannender Heldentod, der dafür sorgte, dass der SC bei den Männern der Stadtgarde auch in Borons Reich in Erinnerung bleibt, als Held von Chorhop.

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Sahid ibn Selo al-Fessir

Sahid ist ein angesehener Bürger der Stadt Chorhop. Er bewegt sich sicheren Fußes sowohl durch die High Society der Stadt als auch in solchen Etablissements, in die ein Zeforika niemals den seinen setzen würde. Der Endzwanziger ist mittlerweile so gut im Stadtstaat konsolidiert, als dass er ein – direkt am Plaza Generoso gelegenes – Häuschen samt kleiner Dienerschar sein eigen nennen kann. Seinen Besitz und seine „Reichtümer“ hat dem Ableben seines Oheims zu verdanken; aber nicht nur dies sondern auch sein Leben hat er dem von ihm in Ehren gehaltenen Rastafan ibn Selo al-Fessir zu verdanken.

Dieser Rastafan ibn Selo al-Fessir – ehemals ein angesehener ortsansässiger Händler und heimlicher Spion Al’Anfas – griff während einer seiner Handelsfahrten einen kleinen ca. 3jährigen Jungen auf. Der Junge schien der einzige Überlebende eines durch einen Piratenangriff versenkten Schiffes vor der Küste Tuluas zu sein. In seiner durch Phex verliehenen grenzenlosen Großherzigkeit nahm er den Jungen auf, adoptierte ihn unter dem Namen Sahid und zog ihn fortan wie sein eigen Fleisch und Blut auf. Dies beinhaltete neben einer höfischen Erziehung auch eine kämpferische Ausbildung, die Sahid in den Diensten der Stadtgarde erlangte. Auch trat er in die Fußstapfen seines Ziehvaters und begann damit sich in dessen Handelsgeschäft sowie in die Spinagetätigkeit in den Diensten Al’Anfas einzuarbeiten und wurde zudem ein aktives Mitglied der chorhopschen Phexgemeinde und genießt auch dort einen tadellosen Ruf.

Doch dann kam der Schicksalsschlag der Sahid aus dieser so behüteten Bahn warf. Rastafan ibn Selo al-Fessir verstarb völlig unerwartet aufgrund einer Meuchelei, die bis zum heutigen Tage nicht aufgeklärt werden konnte. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Sahid alles daran setzen will den oder die Mörder seines Ziehvaters sowie das dahinterstehende Motiv aufzudecken. Um mit der Trauer um diesen für ihn so großen Verlust zurecht zu kommen, flüchtete er sich in die Arme von Marbos Odem und war von nun an immer öfter in den chorhopschen Glücksspieletablissements oder auf den Dächern von Chorhop – immer dabei an seine Grenzen zu gehen – anzutreffen. Mittlerweile wandelt Sahid auf einem schmalen Grad zwischen gesellschaftlicher sowie glücksspielerischer Genialität und subtiler Selbstzerstörung. Allerdings sind Tendenzen der Besserung in Sicht; so findet er wieder Gefallen am weiblichen Geschlecht – Zeugnis dessen ist nicht zuletzt die Wahl zum Prinz Rahjanal – und die Möglichkeit als Detektiv für die Phexgemeinde sowie als Agent für die Schwarze Perle tätig zu werden.

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Katalinya Montillado

Die Händlerin Donna Montillado ist eine südländische Schönheit aus Mengbilla. Dort betreibt sie ein florierendes Artefakt- und Tinkturengeschäft. In Chorhop hat Sie sich ein prunkvolles Anwesen nahe des Marktplatzes gemietet um von dort aus ihr Handelsgeschäft auszuweiten.
Sie versteht sich auf Alchimie und magische Objekte, die richtige Artefaktverzauberung überlässt sie jedoch den bei ihr im Dienst stehenden Magiern. Katalina ist eine Lebedame, die geschickt die schönen Seiten des Lebens mit ihren Geschäften kombiniert. Wertvolle Auftragsarbeiten wie magischr Schutzamulette, ein Antidot-Ring oder ein Heilungsarmreif wechseln bei ihren rauschenden Festen den Besitzer.

 

Haarfarbe: schwarz     Augenfarbe: braun
MU 15    KL 17    IN 15    CH 17    FF 14    GE 13    KO 10    KK 9
Vor- und Nachteile: Gutes Gedächtnis, Soziale Anpassungsfähigkeit, Neugier 8, Verpflichtungen, Verwöhnt 7
Herausragende Talente: Alchimie 13, Anatomie 10, Betören 14, Dolche 9, Etikette 10, Geografie 7, Geschichtswissen 13, Götter und Kulte 13, Heilkunde: Gift 10, Magiekunde 12, Malen/Zeichnen 7, Menschenkenntnis 12, Pflanzenkunde 7, Philosophie 7, Rechnen 11, Sagen und Legenden 10, Sich verkleiden 12, Sinnenschärfe 12,  Sprachenkunde 15, Sternkunde 17, Stäbe 12, Überreden 12
Sprachen: Bosparano 11,  Garethi 18,  Mohisch 8,  Rssahh 9,  Tulamidya 11,  Urtulamidya 9,  Zhayad 15
Lesen/Schreiben: Chrmk 9,  Chuchas 8,  Kusliker Zeichen 10,  Tulamidya 12,  Zhayad 13

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25. Spielabend

Ein kurzer Bericht der Schreibstubenkraft Alejandro Alfaro (Stadtwache):

Da diese üble Piratenbrut immer näher rückte, beratschlagte der ehrwürdige Rat der Prätoren, was zu unternehmen sei, um dieser Bedrohung Herr zu werden. Die Prätorin Tetaka Arupanaq und mein Herr Ramon Rahjaduez plädierten dafür, die Piraten präventiv anzugreifen, bevor diese sich mit den brandschatzenden Barbaren aus dem fernen Thorwal zusammentun könnten. Der weise Herr Zeforika sprach sich jedoch dafür aus, das Piratenpack zu bestechen, damit dieses von seinem Vorhaben ablassen würde. In der folgenden Abstimmung wurde mit einem Stimmenverhältnis von 5:4 entschieden, dass unsere ehrwürdige Stadt die Piraten bestechen werden sollte.

Als für die Aufgabe betrauter Diplomat wurde mein Herr der Schutzprätor Ramon Rahjaduez ernannt (für eine fürstliche Belohnung, von der ich jedoch nichts zu sehen bekam), der darauf auch gleich mit seinem treuen Hauptmann Connar Flickenrock aufbrach, den Piraten entgegen zu eilen. Nach kurzen Verhandlungen mit den Piraten-Kapitänen erzielte mein Herr, dass die Piratenbrut Reparationszahlungen und Wegzoll erhalten würde, wenn sie im Gegenzug Chorhop verschonte.

Doch die andere Bedrohung in Form der sich immer noch schnell nähernden Flotte der thorwalschen Langschiffe spitzte sich unerbittlich zu. Um an den Geschütztürmen vorbei in unseren Hafen einfahren zu können, beschworen sie einen magischen Sturm, der unsere tapfere Garde zwang, die Türme zu verlassen. So konnten sie unbehelligt in unserem Hafen landen und nun gilt es sie in einem unerbittlichen Häuserkampf zu schlagen. Niemals werden wir unsere schöne und traditionsbewusste Stadt in die Hände dieser Barbaren fallen lassen. Kämpft und sterbt für Corapia tapfere Mannen!

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24. Spielabend

Ein kurzer Bericht, den der Schutzprätor seiner Schreibstubenkraft Alejandro Alfaro diktierte:

Sahid bemerkte, wie ihn eine Elster beobachtete. Da diese Art in den Dschungeln Meridianas nicht vorkommt, warf er den Vogel mit seinem Wurfdolch ab. Dort, wo der Vogel landete verwandelte er sich in einen nun schwer verwundeten Phexgeweihten. Ich versorgte dessen Wunden und holte ihn von der Schwelle Borons zurück. Coragon, Connar und Sahid ritten zurück nach Chorhop, um die Tempel zu warnen, dass ein Anschlag von einem Dämon bevorsteht, den Phyllis vor ihrem plötzlichen und tragischen Ableben noch höhnisch ankündigte.

Tatsächlich wütete in dem Borontempel ein Feuerdämon, dem sich Coragon und Connar sogleich heldenhaft entgegenstellten, während Sahid zum Phextempel eilte, um Verstärkung zu organisieren.

…und durch Lärm und Geschrei aus dem Chorhoper Südviertel wurde ich jäh aus dem Schlaf gerissen. Ich kleidete mich schnell an, nahm meinen Wurfdolch und verließ mein Anwesen. Gar nicht weit entfernt, sah ich wie Rauch aus dem Borontempel stieg. Bei den Zwölfen, irgendein Gefühl in mir sagte direkt, dass es sich hier um dämonisches Treiben handeln musste. Brände sind nun nichts ungewohntes bei uns, gerade in den zahlreichen Holzhütten der Südstadt. Aber der aus heiligem Mohagoni erbaute Tempel hatte noch nie Feuer gefangen, als hätte Boron mit Bruder Ingerimm einen Pakt geschlossen, diesen zu verschonen. Ich rannte also zum Marktplatz um die anderen Brüder und Schwestern zu alarmieren, als mir diese bereits entgegenkamen. Jesabela und Korrero hatten sich ebenfalls wohlweißlich gerüstet, mit Gebetsbuch und dem was sie sonst noch so gebrauchten um unseren Herrn zu dienen. Wir eilten uns, schnell über die Brücke über den Südask, den Tempelhügel hinauf. Dort hatten sich bereits einiges Volk versammelt um die Löschmaßnahmen einzuleiten. Aber irgend eine unheilige Macht musste ihnen Angst eingejagt haben. Wo ich auch hinblickte, wen ich auch ansprach, Hilfosigkeit und blankes Entsetzen stand in ihren Gesichtern. Ja, selbst die Stadtgarde stand da und nur einige wenige konnten sich soweit organisieren, eine Löschkette in Gang zu bringen. Jesabela zauderte nicht lange, sie durchnäßte sich ein Tuch und band es sich ums Gesicht, als Schutz vor dem beißenden Rauch, welcher unaufhörlich aus dem Tempel drang. Ohne zurückzublicken trat sie entschlossen durch die Pforte des Borontempels. Korrero und ich eilten ihr hinterher. Was dort drin geschah, kann ich nur noch teilweise wiedergeben, die Erinnerungen fällt mir aus irgendeinem Grund schwer. Vielleicht will mir Boron einfach das Leid und den Schmerz ersparen, der uns in diesen Momenten wiederfuhr. Der große, karge Gebetsraum stand an vielen Stellen in Flammen und der Rauch erschwerte die Sicht. Vor dem Altar stand ein grauenvolles Flammenwesen, ein Dämon aus beißendem Rauch und loderndem Höllenfeuer. Zu Füßen des Dämons die offensichtlich bereits gefallene Borondienern Luisina. Der Hüter der Nacht und ein dritter Boroni namens Tito knieten zu Boden und beteten die Zwölfe um Schutz vor dem Dämon an. Er hätte sie sicherlich auch sofort verbrannt, wenn nicht zwei weitere Krieger ihm Einhalt geboten hätten. Einer davon,  Corragon ist sein Name, ein Boroni aus AL Anfa, der andere, sein Söldnergefährte Connar. Beide hatten ihre Waffen gezückt, Rabenschnäbel mit Verzierungen wie ich sie bislang nur in Aufzeichnungen sah. Der Dämon ließ sich davon jedoch nicht beirren und griff die beiden mit unheiligen Flammen an. Wir baten um Phexens Segen und versuchten, die beiden in ihrer schweren Schlacht  zu unterstützen. Die weiteren Ereignisse sind schwammig. Irgendwann wurde der kämpfende Boroni vom Flammenwesen schrecklich verbrannt und stürzte zu Boden. Der andere kämpfe trotz schwerster Wunden weiter, rettete sich dann aber auch mit seinem gefallenen Gefährten nach draußen. Jesabela war kurz vor Vollendung ihres  Exorzismus als das Flammenwesen über sie herfiel. Ich wollte Korrero noch helfen, aber dann stürzte ein Dachbalken auf mich und ich verlor das Bewusstsein…

Bericht des Phexgeweihten Voltan Daske, Chorhop 1022 BF

Mit vereinten Kräften und mit Hilfe des Regenmachers, der Regen beschwor, gelang es schließlich den Dämon zu bezwingen. Doch hatten eine Borongeweihte und zwei Phexgeweihte ihr Leben lassen müssen und Coragon und Connar wurden so schwer verletzt, dass sie nur durch göttliche Gnade gerettet werden konnten. Auch der Borontempel büßte sein Holzdach ein.

Dominga und ich brachten derweil den verletzten Phexgeweihten zurück nach Chorhop. Sahid ließ noch schnell den fingierten Abschiedsbrief von Phyllis verschwinden, der nach der Entwicklung der Ereignisse überflüssig geworden war.
Nachdem sich der Rauch gelegt hatte, rief Zeforika die Gruppe zu einer Besprechung in sein Domizil. Um es kurz zu sagen, er war nicht erfreut über diesen Alleingang und forderte daraufhin eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Kirchen.

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23. Spielabend

Bericht von Sahid ibn Selo al-Fessir dem Sonderermittler der Phexgemeinde zu Chorhop in der Angelegenheit des Kultes der goldenen Masken

„Während ich also dem verderbten Dr. Prajokles nachsetzte und dabei noch ein kleineres Abenteuer mit einer größeren Spinne zu bewältigen hatte, stieß Coragon mit der Verstärkung zu den anderen im Kuriositätenkeller. Dort verpasste man augenblicklich der einbeinigen Phyllis Handfesseln und übergab sie der Obhut zweier Stadtgardisten. Der Schutzprätor – immer noch leicht geblendet – machte sich wohl kurzerhand daran mir zu folgen. Durch meine Schreie angespornt vergaß er sogar eine Lichtquelle mitzunehmen. Meine Schreie rührten daher, dass ich urplötzlich, als ich dachte „jetzt müsste ich diesen Lump aber endlich eingeholt haben!“ einen Bolzen direkt zwischen Kehle und Schulter tief in meinem Fleisch stecken hatte und zu Boden ging.

Da lag ich nun mit schmerzverzerrtem Gesicht, unfähig einen klaren Kopf zu behalten oder diesen verderbten Doktor oder seine Schergen ausfindig machen zu können.

Ich setzte verbissen meine letzten Kraftreserven dazu ein, mit all meinen Sinnen herauszubekommen von wo der Schuss abgegeben worden war, mit dem Ziel dem Halunken einen Gruß in Form meines heißgeliebten Wurfmessers entgegen zu werfen, als mich ein weiterer Bolzen, der mich am Bein traf in eine schwarze allesverschlingende Ohnmacht trieb.

Später wurde mir zugetragen, dass Ramon mich wohl darniederliegend vorfand, den Schützen ausfindig machen und mithilfe einer Finte sowie den nachgeeilten „Helden und -innen“ den sich in eine riesige Spinne verwandelten und verderbten Dr. Prajokles zur Strecke bringen konnte. Daraufhin heilte er wohl noch im Akkordverfahren die Gruppe und führte mich von der Türschwelle zu Borons Reich ins Reich der Lebenden zurück. Währenddessen platzte wohl auch noch der zwielichtige Regengrolm Gnorgl in das Geschehen und meldete an sich an des Doktors Laboratorium gütlich zeigen zu wollen, was ihm allerdings verwehrt wurde.

Nachdem Phyllis für die Nacht in meine und die Obhut zweier Stadtgardisten gegeben wurde, wurde sie am nächsten Tag vor unseren hohen Priester des Phextempels den „ehrwürdigen“ Zeforika geschleift, der über sie Recht sprach. Weil sie sich dem 13. Gott zugewandt hatte wurde ihr die Hälfte ihres Vermögens ab- und der Stadt und der Phexgemeinde zugesprochen. Coragon, Conar sowie Dominga ging dieser Richterspruch nicht weit genug, sie hätten sie lieber tot gesehen. Und so ersannen sie den Plan in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in Phyllis Haus einzusteigen, sie zu entführen um sie außerhalb Chorhops in Borons Arme zu befördern. Allerdings trafen wir sie, nachdem wir ihre Türsteher überlistet und sie nicht friedlich in ihrem Bettchen schlummernd vorgefunden hatten, tief ins Gebet im Tempel des namenlosen Götzen in den Hallen unter ihrem Anwesen an. Wir überwältigten sie (dabei beschwor sie noch geschwind einen Dämon), schlugen dabei auch noch eine riesige goldene Götzenstatue sowie zwölf kleinere Karikaturen unseres Götterpantheons zu Klump und machten uns dann mit der Überwältigten auf, einen nahe Chorhop gelegenen Forst zu erreichen. Vorher deponierten wir in ihren Gemächern einen Abschiedsbrief, der von Dominga verfasst wurde. In scheinbarer Abgeschiedenheit des Forstes und damit auch abseits von verräterischen Blicken fesselten wir Phyllis an einen Baum und „fragten“ sie ein wenig aus. Danach trüben mich wieder meine Erinnerungen, vermutlich aufgrund meiner „tödlichen“ Verletzungen und der damit einhergehenden Mattigkeit…“

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