Schlagwort-Archive: Dr Praïokles

23. Spielabend

Bericht von Sahid ibn Selo al-Fessir dem Sonderermittler der Phexgemeinde zu Chorhop in der Angelegenheit des Kultes der goldenen Masken

„Während ich also dem verderbten Dr. Prajokles nachsetzte und dabei noch ein kleineres Abenteuer mit einer größeren Spinne zu bewältigen hatte, stieß Coragon mit der Verstärkung zu den anderen im Kuriositätenkeller. Dort verpasste man augenblicklich der einbeinigen Phyllis Handfesseln und übergab sie der Obhut zweier Stadtgardisten. Der Schutzprätor – immer noch leicht geblendet – machte sich wohl kurzerhand daran mir zu folgen. Durch meine Schreie angespornt vergaß er sogar eine Lichtquelle mitzunehmen. Meine Schreie rührten daher, dass ich urplötzlich, als ich dachte „jetzt müsste ich diesen Lump aber endlich eingeholt haben!“ einen Bolzen direkt zwischen Kehle und Schulter tief in meinem Fleisch stecken hatte und zu Boden ging.

Da lag ich nun mit schmerzverzerrtem Gesicht, unfähig einen klaren Kopf zu behalten oder diesen verderbten Doktor oder seine Schergen ausfindig machen zu können.

Ich setzte verbissen meine letzten Kraftreserven dazu ein, mit all meinen Sinnen herauszubekommen von wo der Schuss abgegeben worden war, mit dem Ziel dem Halunken einen Gruß in Form meines heißgeliebten Wurfmessers entgegen zu werfen, als mich ein weiterer Bolzen, der mich am Bein traf in eine schwarze allesverschlingende Ohnmacht trieb.

Später wurde mir zugetragen, dass Ramon mich wohl darniederliegend vorfand, den Schützen ausfindig machen und mithilfe einer Finte sowie den nachgeeilten „Helden und -innen“ den sich in eine riesige Spinne verwandelten und verderbten Dr. Prajokles zur Strecke bringen konnte. Daraufhin heilte er wohl noch im Akkordverfahren die Gruppe und führte mich von der Türschwelle zu Borons Reich ins Reich der Lebenden zurück. Währenddessen platzte wohl auch noch der zwielichtige Regengrolm Gnorgl in das Geschehen und meldete an sich an des Doktors Laboratorium gütlich zeigen zu wollen, was ihm allerdings verwehrt wurde.

Nachdem Phyllis für die Nacht in meine und die Obhut zweier Stadtgardisten gegeben wurde, wurde sie am nächsten Tag vor unseren hohen Priester des Phextempels den „ehrwürdigen“ Zeforika geschleift, der über sie Recht sprach. Weil sie sich dem 13. Gott zugewandt hatte wurde ihr die Hälfte ihres Vermögens ab- und der Stadt und der Phexgemeinde zugesprochen. Coragon, Conar sowie Dominga ging dieser Richterspruch nicht weit genug, sie hätten sie lieber tot gesehen. Und so ersannen sie den Plan in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in Phyllis Haus einzusteigen, sie zu entführen um sie außerhalb Chorhops in Borons Arme zu befördern. Allerdings trafen wir sie, nachdem wir ihre Türsteher überlistet und sie nicht friedlich in ihrem Bettchen schlummernd vorgefunden hatten, tief ins Gebet im Tempel des namenlosen Götzen in den Hallen unter ihrem Anwesen an. Wir überwältigten sie (dabei beschwor sie noch geschwind einen Dämon), schlugen dabei auch noch eine riesige goldene Götzenstatue sowie zwölf kleinere Karikaturen unseres Götterpantheons zu Klump und machten uns dann mit der Überwältigten auf, einen nahe Chorhop gelegenen Forst zu erreichen. Vorher deponierten wir in ihren Gemächern einen Abschiedsbrief, der von Dominga verfasst wurde. In scheinbarer Abgeschiedenheit des Forstes und damit auch abseits von verräterischen Blicken fesselten wir Phyllis an einen Baum und „fragten“ sie ein wenig aus. Danach trüben mich wieder meine Erinnerungen, vermutlich aufgrund meiner „tödlichen“ Verletzungen und der damit einhergehenden Mattigkeit…“

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Spielberichte

22. Spielabend

Einsatzbericht Mission: Zerbrochene Maske

Da wir nun den geheimen Versammlungsort der boronslästerlichen Zombiebeschwörer enttarnt hatten, ließ ich sofort die Reserve in den aktiven dienst versetzen, um diesen Ort sogleich zu stürmen. Aufgrund der Erkundungsarbeit von Sahid, wussten wir, dass nur mit geringem Widerstand zu rechnen war. Connar schwor die Männer noch auf diesen boronsgefälligen Einsatz ein und stürmte, direkt von mir gefolgt, voran. Nach einem kurzen Scharmützel, lagen die Wachen in ihrem eigenen Blut und die Kultisten ergaben sich teilweise dem Arm des Gesetzes, während ein anderer Teil feige in Geheimgängen verschwand. Sahid konnte sich eine goldene Maske besorgen und verhalf einem dicken Kultisten zur Flucht und wird diesen undercover weiter im Auge behalten.
Durch die Befragung der Gefangenen und der befreiten Sklaven (die kampftauglichen werden in die Garde eingegliedert und nach einer Dienstzeit von 5 Jahren sollen sie die Freiheit geschenkt bekommen), erhielten wir Kenntnis von verderbten medizinischen Experimenten, die in den Hinterräumen des Kultes verübt wurden. Durch die Beschreibung eines Sklaven erhärtete sich der Verdacht, dass Dr. Praiokles diese Experimente durchgeführt hatte. Der Verdacht bestätigte sich, als ein Lakai aus dem Hause Praiokles berichtete, dass dieser überstürzt abgereist sei. Also nahmen wir das Anwesen in genauen Augenschein und fanden einen Geheimgang in den Keller, wo wir von zwei abscheulichen Monstrositäten, die zuvor mal Menschen waren, angegriffen wurden. Nachdem wir diesen die Gnade Borons zuteil kommen ließen und unsere Wunden versorgt hatten, drangen wir weiter in das Gewölbe vor. Doch Praiokles entpuppte sich als verderbter Magier, der mich mit seinen finsteren Künsten blendete, um die Flucht zu ergreifen. Wir fanden Phillis mit abgetrennten Fuß auf einem Tisch liegend. Connar verband die Wunde, während Sahid sich an die Verfolgung machte und ich geblendet leider nicht eingreifen konnte.
Diktiert von Ramon Rahjaduez, Schutzprätor von Chorhop

2 Kommentare

Eingeordnet unter Ereignisse, Spielberichte

Doctor Praïokles Baltraïkos

Aussehen: Ein braungebrannter Mitvierziger, leichter drei Tagebart, dunkelbraune Knopfaugen und ein Lächeln das Frauenherzen zum schmilzen bringt. Dr.Praïokles weiß um seine Wirkung und betont diese gerne noch durch modische Seidenhemden die er nach südländischer Art locker trägt.

Der Charakter heute: Der Doctor kam vor einigen Monden vom Horasreich nach Chorhop um auch die Chorhoper Oberschicht mit seinen Fähigkeiten im Bereich der Schönheitschirugie und profanen Heilkunst zu verwöhnen. Schon nach kurzer Zeit ist er in der Oberschicht etabliert und insbesondere die reichen Damen, welche nichts mehr fürchten als ihren welkenden Körper und die schwindende Schönheit, sehen in ihm ihre Chance zu einem zweiten Frühling.

So manche Dame will dabei auch deutlich mehr als nur die medizinische Verjüngungskur und zieht gerne die Komplettbehandlung vor.

Seine Praxis hat er mittlerweile in einem Anwesen nahe dem von Phyllis untergebracht, mit der er sich blendend versteht.

Fähigkeiten:
MU 14 KL 15 IN 15 CH 14 FF 17 GE 11 KO 13 KK 11
LE 29 AU 29 AE 40 MR 6 AT/PA-Basis 7/7 INI-Basis 11
Vor- und Nachteile: Gutes Gedächtnis, Eitelkeit 8,  Neugier 10, Prinzipientreue 10, Verwöhnt 8
Herausragende Talente: Alchimie 12, Anatomie 17, Geschichtswissen 10, Götter und Kulte 10, Heilkunde: Gift 14, Heilkunde: Krankheiten 14, Heilkunde: Wunden 17, Lesen/Schreiben Imperiale Zeichen 7, Lesen/Schreiben Isdira/Asdharia 7, Lesen/Schreiben Kusliker Zeichen 10, Lesen/Schreiben Nanduria 7, Magiekunde 12, Menschenkenntnis 7,  Pflanzenkunde 12, Rechnen 8, Sprachen kennen Bosparano 10, Sprachen kennen Garethi 12, Sprachen kennen Tulamidya 10, Tierkunde 10

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter NSC, Reiche Chorhoper