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4. Spielabend

Bericht des Rabengardisten und Boroni Coragon Delazar:

„Um mal wieder verleumderischen Gerüchten vorzubeugen, möchte ich heute ausnahmsweise die Zusammenfassung des gestrigen Abends hier niederschreiben. 🙂 Wir sind mit 50 Mann in Richtung des Piratendorfes losgezogen (20 von uns, 30 Seesoldaten). Nach einem Zwischenstopp in einem Sklavenjäger-Camp und einem Weiler kamen wir nach zwei oder drei Tagen am Piratendorf an.

Tetaka hat mittels Armbrust den Ausguck von seinem Baum entfernt. (Tetaka, nicht Coragon!) Nun haben wir das Dorf beobachtet und uns für einen nächtlichen Angriff entschieden. Nachdem wir die Wachablösung und einen darauf ausgesandten Erkundungstrupp von 10 Piraten niedergemacht haben, sind wir nachts zum Dorf und haben zunächst einmal die 3 Wächter durch Armbrüste beseitigt (Coragon stand völlig friedlich daneben und hat sich an den Orchideen und Farnen im Unterholz erfreut!)

Nasha

Anschließend sind wir unbemerkt mit 15 Mann über die Seeseite ins Dorf und haben rasch die zwei Wächter ausgeschaltet, die zwei unserer Kameraden menschenverachtend in einem Käfig eingesperrt und gefoltert haben. (Kein Gemetzel, lediglich eine leider notwendige Maßnahme, um nicht entdeckt zu werden!) 4 unserer Männer haben die Gefangenen aus dem Dorf getragen, während wir ins Dorfzentrum schleichen wollten, um den letzten Gefangenen zu befreien. Dieser war überaus demütigend an einem Pfahl angebunden und ausgepeitscht worden. (Für jeden verständlich, wenn Coragon angesichts solcher Boßheit ein wenig Groll empfindet, nicht wahr?) Leider wurden wir entdeckt und mussten schnell handeln. Während seine Gefährten nichts besseres zu tun hatten, als sich mit den am Feuer sitzenden Piraten zu prügeln, ist Coragon (SELBSTLOS!) zum Materpfahl gestürmt und hat den Geschändeten losgeschnitten, sich auf die Schultern gepackt und zum Tor geschleppt. Nachdem dieses geöffnet war, hat er durch Hylailer Feuer selbiges in Brand gesetzt um eine Verfolgung auszuschließen. Schließlich galt es ein unnötiges Blutbad zu verhindern, dass die vor den Toren lauernden Männer mit den Piraten angerichtet hätten. Bereits zurück im Lager, bereit zum Aufbruch, überlegte sich Tetaka (nicht Coragon, TE-TA-KA!), dass man nicht nach Corhop zurückkehren könnte, wenn man sechs Männer verloren hat, um drei zu retten. Es galt ein Exempel an den Piraten zu statuieren. Wir haben die Befreiten mit 5 Mann und den Pferden nach Norden geschickt, um eine deutliche Fährte zu hinterlassen und sind selbst an den weit über hundert Piraten, die uns ans Leben wollten, im Dschungel vorbeigeschlichen.

Zurück im Dorf ist die Situation dann zugegebenermaßen etwas eskaliert. Die erzürnten Männer von Stadt- und Seegarde haben sich in Trauer um ihre gefallenen Kameraden unter Führung der aufgepeitschten Tetaka in den Kampf geworfen. Coragon ging mit um schlimmeres zu verhindern und hat sich (ja, zugegeben, ein wenig, bisschen, vielleicht ein bisschen mehr) von der Stimmung anstecken lassen. Während Tetaka nach wenigen Hieben zu Boden ging rang Coragon wie ein Löwe erst den Piratenhäuptling und einige Krieger, dann zahllose blutgeifernde Greise, Frauen und Kinder nieder. Zur Sicherheit wurde das Dorf bis auf das letzte Haus niedergebrannt um eventuell versteckte Unholde auszuräuchern und den Piraten ein für alle Mal zu zeigen, das für derart Gesetzlose ohne Kaperbrief kein Platz in der Welt der schwarzen Perle ist! Pflichtbewusst segnete Coragon das ganze Dorf unter Aufgabe eines großteils seiner karmalen Kraft um die fehlgeleiteten Seelen der Piraten und die ehrenvoll gestorbenen Kameraden in Borons Hallen zu führen.

Da Tetaka schwer und viele unserer Männer nicht ganz so schwer verwundet worden sind, wirkte Coragon ein letztes Perainegefälliges Wunder, um die Kameraden von der Schwelle des Todes zu reißen was der Schweigende auch gnädig gewährte. Dabei kam Coragon durch die nahezu vollständige Entleerung seiner karmalen Kapazität den göttlichen Gefilden Alverans so nah wie noch nie zuvor. Da Tetaka immer noch schwer verwundet und Coragons Seele nahezu entrückt war, musste einer der Weibel die Führung übernehmen und brachte uns zurück nach Chorhop wo man (meiner Meinung nach unnachvollziehbar) mehr über die Gefallenen trauerte, als den herben Schlag gegen das Piratengesindel zu feiern. Coragon wird versuchen, den angehörigen der Gefallenen bei einem Borondienst zu erklären, dass ihre Lieben nicht umsonst, sondern unter heldenhafter Selbstaufgabe ins Reich des Schlafes eingegangen sind und ihnen dort Ehre, Ruhm und Wohlgefallen zu Teil werden.“

Hinweis: Dieser Bericht enhält stark subjektive Eindrücke und ist nicht als authentischer Bericht der Geschehnisse zu werten 😉

Fakten:

Die Expedition ging vom 7ten bis zum 14ten Peraine.

Verluste auf seiten der Garde:
21 Seesoldaten, 10 Gardisten + 1 Weibel

Überlebende auf seiten der Garde:
9 Seesoldaten, 10 Gardisten + 1 Weibel

Verluste bei den Piraten:
80 Piraten; 300 Fischer, Handwerker, Frauen, Greise und Kinder; 1 Dorf

Überlebende bei den Piraten:
100 Piraten der Verfolgungstruppe; 120 Piraten, die noch auf Kaperfahrt sind

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