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26. Spielabend – Die Schlacht von Chorhop

Bericht des Schutzprätors auf der ersten, kurzen Ratsbesprechung nach der 1. Schlacht von Chorhop:

Indem die Thorwaler einen magischen Sturm beschworen, zwangen sie die Garde zum Rückzug von den Verteidigungstürmen und konnten unbehelligt ins Hafenbecken einfahren. Die Novadireitergarde des Hairans stürtzte sich sogleich in einem tollkühnen Angriff auf die Thorwaler und verschaffte der Stadtgarde und den Seesoldaten genügend Zeit, Verteidigungspositionen einzunehmen, wurde dabei jedoch komplett aufgerieben. Leider erwiesen sich unsere Kräfte als im Nahkampf viel zu unterlegen, um die Stellung halten zu können und die Trupps, die von Coragon, Connar und Tetaka befehligt wurden, suchten schon nach kurzen Gefecht ihr Heil in der Flucht.

Strategiekarte Chorhoper Piratenangriff

 

Ich konnte mich mit meinem Trupp aus dem Nahkampf lösen und im Domizil des Hairans verschanzen. Die feindliche Thorwaler-Otta stürmte auf den Marktplatz weiter, wo sich die Stadtmiliz sammelte. Ich wollte mit meinem Trupp die Thorwaler von hinten angreifen und sie so umschließen, jedoch schlug mein Umklammerungsmanöver fehl, da sich die rückgratlose Miliz gar nicht erst dem Kampf stellte, sondern sofort floh. So machte ich mich mit meinem Trupp an die Verfolgung der plündernden Thorwaler und deren Kapitänin, der ich in unserem ersten Zusammentreffen eine klaffende Unterleibswunde zufügen konnte, jedoch selber Eine am Bein erlitt. Mir gelang es schließlich sie in einem Haus zu umzingeln und Verstärkung zu rufen.

Sahid, dem ich den Spezialauftrag gegeben hatte, mit einem kleinen Trupp den nördlichen Geschützturm zurückzuerobern und die Drachenboote zu beschießen, gelang es unter hohem persöhnlichen Risiko, sich an den Thorwalern, die dieselbe Idee hatten, vorbeizuschleichen und sie schließlich mit einer Brandgranate zu ihren Vorvätern zu schicken. Zusammen mit seinem Trupp nahm er die Drachenboote ins Visier, setze eines davon in Brand und zwang so die Thorwaler zum Rückzug zu den Booten und aus der Stadt heraus. Coragon trommelte ein paar versprengte Soldaten zusammen und besetzte den anderen Geschützturm und zusammen mit Sahids Mannschaft gelang es ihnen noch ein fliehendes Thorwalerschiff zu versenken.

Connar eilte derweil mit Verstärkung zu mir, um gerade rechtzeitig in den Kampf einzugreifen, denn die Thorwaler machten einen letzten verzweifelten Ausfall, um aus dem Haus, dass wir in Brand gesetzt hatten zu entfliehen.

Olgerda - Thorwaler Piratenkapitänin

Die Piratenkapitänin schlug mit ihrer gewaltigen Axt in die Reihen der verdutzen Stadtgarde, welche erst gar nicht zum Abfeuern ihrer Armbrüste kam. Also stellte sich Connar der Hühnin. Er wehrte sich tapfer, wurde jedoch in diesem letzten Gefecht  von zwei mächtigen Axthieben der Thorwalerkapitänin in Borons Hallen geschickt. Möge Boron seiner Seele gnädig sein und ihm den ihm gebührenden Platz in seinem ewigen Reich gewähren, Connar hat ihm treu und tapfer gedient. Jedoch erzürnte dieser Schlag die Garde so sehr, dass die Thorwaler bis auf den letzten Mann mit Armbrustbolzen und Säbelhieben niedergemetzelt wurden. Nach dem Kampf liegen neben 6 Thorwalern, die Kapitänin Olgerda, der Rabengardist Connar Flickenrock sowie zahlreiche tote Gardisten. Somit wurden die letzten Widerstände der versprengten Thorwaler in der Stadt niedergeschlagen, aber zu einem hohen Preis.

Zum Abschluss möchte ich Sahid für den höchsten Verdienstorden Chorhops vorschlagen, denn er hat nicht nur sechs Thorwaler Elitesoldaten mit eigener Hand ausgeschaltet, sondern auch durch seinen beherzten Einsatz bei der Eroberung des Geschützturms maßgeblich zur Verteidigung Chorhops beigetragen, indem er die Thorwaler zum Rückzug zwang. Solche Helden braucht diese Stadt und sein leuchtendes Beispiel sollte eine Inspiration für alle Bürger sein.

 

Der Spielabend aus der Sicht des Spielleiters:

Ein spannender Spielabend, der erwartungsgemäß zu einigem Gesprächsstoff nach dem Spielabend sorgte.

Die Schlachtreihen wurden wie erwartet von den Thorwalern durchbrochen, durch massiven Schaden an den Gegnern und den vergeigten Moralproben der städtischen Truppen. Danach war es nur noch ein durch die Straßen jagen de versprengten Bürgerwehr, bis die Thorwaler schließlich in Éinkaufsstimmung gerieten.

Derweil schlich sich der Phexakoluth/Streuner (Spielercharakter) auf den nördlichen Geschützturm (Fuldigor) um dort einige Thorwalerveteranen vorm Erobern des Munitionsdepots abzuhalten. Vom Dach aus feuerte er mit einigen Chorhoper Zuckerbäckern unter der Führung von Alrik Zuckerbäcker die erste Otta in Brand.
Die Thorwaler alarmierten sofort mittels Hörnern ihre Truppen welche unterdessen im fröhlichen Plünder/Feuerrausch unterwegs waren und zogen sich auf die Schiffe zurück.

Ein zweiter Spielercharakter, Rabengardist und Boroni sammelte versprengte Bürger und Gardisten um den zweiten Turm ebenfalls feuerbereit zu machen. Die drei sich in Aufbruch befindlichen Ottas konnten zwar noch beschossen werden, aber das Zielen gestaltete sich deutlich schwerer und viele Treffer gingen daneben oder auf die eigenen Galeeren. Eine letzte Salve konnte immerhin noch das zweite von 4 Schiffen in Brand setzen während die anderen beiden flohen.

Die versprengten Thorwaler der vierten Otta bekamen nicht viel mit vom Aufbruch und wurden dort einfach im Stich gelassen. Olgerda und ihre Männer zogen sich in ein Haus zurück, das von der Garde umstellt und nach einiger Zeit in Flammen gesteckt wurde.
In einem letzten Kampf unter Blutrausch zogen die 6 Thorwaler aus dem Gebäude und lieferten sich einen aussichtslosenTodeskampf mit den Gardisten und zwei der SCs (beide Rabengardisten). Dabei forderte Connar Olgerda heraus, welche vorher schon den Schutzprätor zum Rückzug zwang. Jetzt im Blutrausch war sie nochmal gefährlicher und setzte mit ihrer mächtigen Barbarenstreitaxt idem tapferen Rabengardist mit zwei Hieben ein Ende.

erster Wurf: Olgerda schlägt den Rabengardist 21 TP, der Gegenangriff des Rabenkriegers endet beinahe in einem Patzer
zweiter Wurf: Olgerda schlägt eine glückliche Attacke mit einer bestätigten 1, 16 SP werden ausgewürfelt (3W+5), dazu kommen 5 für den Blutrausch, also 21 TP, die verdoppelt einen Gesamtschaden von 42 TP geben!

Der Rabengardist wird förmlich in zwei Hälften geschlagen und ist sofort tot. Die restlichen Gardisten und sein Gefährte schießen Olgerda und ihre Wüterische sicherheitshalber aus der Entfernung mit Armbrüsten nieder, was viele Bolzen kostet, bis auch der letzte Thorwaler nicht mehr aufsteht.
Drumherum liegen neben 6 Thorwalern Olgerda, der Rabengardist Connar Flickenrock zahlreiche tote Gardisten. Somit wurden die letzten Widerstände der versprengten Thorwaler in der Stadt niedergeschlagen, aber zu einem hohen Preis.

Interessanterweise waren die restlichen 3 Thorwalerschiffe bereits davon geeilt, als sich der Heldentod ereignete,  Im Prinzip hätten die SCs und die Garde also im Prinzip sich viel Zeit lassen können. Aber der Schutzprätor bestand darauf, der Anführerin und ihren Schergen möglichst schnell den Garaus zu machen und nach misslungenen Türöffnungsversuchen, wurde das Haus in Brand gesteckt.

Die rausstürmenden Thorwaler im Todesrausch waren für die Spieler recht deutlich als Gefahr anzusehen. Und gerade die Piratenkapitänin war in ihren Fähigkeiten den Spielern bekannt. Nachdem der Schutzprätor am letzten Spielabend von ihr aufgemischt wurde und sich zurückzog, hat ein anderer Spieler deren Werte von meinen Unterlagen erspickt. Er hat sich dann freiwillig der Piratin gestellt. Und die Konsequenzen waren eben klar. In Kämpfen können bei uns jederzeit SCs sterben, daher gibt es ja Dinge wie Rückzug und ähnliches. Und den Rückzug hätte er auch noch nach dem ersten Treffer vollziehen können, blieb aber trotz 15 LE immer noch im Zweikampf.

Outgame hätte man also abwägender handeln können, aber so war es ingame ein spannender Heldentod, der dafür sorgte, dass der SC bei den Männern der Stadtgarde auch in Borons Reich in Erinnerung bleibt, als Held von Chorhop.

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25. Spielabend

Ein kurzer Bericht der Schreibstubenkraft Alejandro Alfaro (Stadtwache):

Da diese üble Piratenbrut immer näher rückte, beratschlagte der ehrwürdige Rat der Prätoren, was zu unternehmen sei, um dieser Bedrohung Herr zu werden. Die Prätorin Tetaka Arupanaq und mein Herr Ramon Rahjaduez plädierten dafür, die Piraten präventiv anzugreifen, bevor diese sich mit den brandschatzenden Barbaren aus dem fernen Thorwal zusammentun könnten. Der weise Herr Zeforika sprach sich jedoch dafür aus, das Piratenpack zu bestechen, damit dieses von seinem Vorhaben ablassen würde. In der folgenden Abstimmung wurde mit einem Stimmenverhältnis von 5:4 entschieden, dass unsere ehrwürdige Stadt die Piraten bestechen werden sollte.

Als für die Aufgabe betrauter Diplomat wurde mein Herr der Schutzprätor Ramon Rahjaduez ernannt (für eine fürstliche Belohnung, von der ich jedoch nichts zu sehen bekam), der darauf auch gleich mit seinem treuen Hauptmann Connar Flickenrock aufbrach, den Piraten entgegen zu eilen. Nach kurzen Verhandlungen mit den Piraten-Kapitänen erzielte mein Herr, dass die Piratenbrut Reparationszahlungen und Wegzoll erhalten würde, wenn sie im Gegenzug Chorhop verschonte.

Doch die andere Bedrohung in Form der sich immer noch schnell nähernden Flotte der thorwalschen Langschiffe spitzte sich unerbittlich zu. Um an den Geschütztürmen vorbei in unseren Hafen einfahren zu können, beschworen sie einen magischen Sturm, der unsere tapfere Garde zwang, die Türme zu verlassen. So konnten sie unbehelligt in unserem Hafen landen und nun gilt es sie in einem unerbittlichen Häuserkampf zu schlagen. Niemals werden wir unsere schöne und traditionsbewusste Stadt in die Hände dieser Barbaren fallen lassen. Kämpft und sterbt für Corapia tapfere Mannen!

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14. Spielabend

Mitte Ingerimm 1022 BF

Von dem Beginn einer Reise ins Herz des Sumpfes

Was haben wir denn so gemacht? Zunächstmal sind wir mit dem Schiff und einer feigen Bande an Bord vor einer lächerlichen Überzahl an Piraten davongefahren. Dann haben wir uns völlig unstandesgemäß von Dorfbewohnern anraunzen lassen und haben uns dann mit einem Führer (politisch korrekter Reiseleiter) durch den Urwald geschlagen, um zu einer altechsichen Siedlung zu gelangen. Dort haben wir mit dem Priester der geschuppten gesprochen und ausgehandelt, dass wir bei der Grabung mitmachen können. Wenn wir etwas interessantes finden, können wir dann weitersehen, ob wir es für Gnorgel mitnehmen dürfen.
Gegen Ende sind wir dann in eine verschüttete Stufenpyramide (wie lange liegt das hier schon rum, wenn da schon Gras und ein Haufen Erde drüber gewachsen ist) eingedrungen und wurden auch gleich mal von zwei Bolzenfallen mit irgend einem Berserkergift begrüßt. Wir harren der Dinge die da kommen.
Ansonsten hat Coragon gelernt, dass es zwei Hrangar gibt, die Hesinde und Tsa ähnlich sind. Weitere Gespräche mit dem Echsenpriester sollten klären, ob es sich dabei lediglich um eine Verunglimpfung handelt (bei entsprechender Sanktionierung) oder ob diese ehrenwerten Damen tatsächlich eine Probephase mit halb intelligenten Tieren eingelegt hatten, bevor sie sich der Krone der Schöpfung zuwanden.

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7. Spielabend

Mitte bis Ende Peraine 1022 BF

Die Steinewerfer wurden gefangengenommen und vorerst eingekerkert. In Absprache mit Kadi und Spieleprätor haben wir dann eine öffentliche Bestrafung veranlasst. Sämmtliche Bettler wurden als Hühner und Hähne verkleidet in die Arena geführt und mussten sich mit Holzschnäbeln auf den Köpfen und entsprechenden Krallen an den Füßen gegenseitig so lange picken und maltretieren, bis nur noch einer auf den Beinen war. Wir hatten ihnen vorher vorgegaukelt, dass nur derjenige überlebt, der als letztes übrig bleibt – zwecks Motivation.

Letztendlich haben wir aber das Volk entscheiden lassen und die haben sich für eine Begnadigung aussgesprochen. An diesem Spektakel haben wir auch noch ganz gut verdient, weil wir an den Einnahmen von Eintritt und Wetten mit 20% beteiligt wurden.
Außerdem wurden unsere Damen hofiert und ich habe mich nochmal im Borontempel umgehört, was es so zu tun gibt. Beim Meditieren habe ich dann noch eine Vision erhalten, dass ich bei der Missionierung von Chorhop die beiden Leute von der Party unterstützen soll. Außerdem habe ich eine verkohlte Kinderleiche aus dem Piratendorf gesehen, die mir etwas sagen wollte. Coragon wird sich wohl noch einmal Gedanken über sein Verhalten in der Vergangenheit machen. Mit Novadis abschlachten ist wohl nix in nächster Zeit.
Apropos Novadis: Der Hairan Rastafan hat Besuch von der schweren Reiterei des Sultans Yussuf ben Gaftar vom Stamm der Beni Arrat bekommen. Hier müssen wir in nächster Zeit auch ein Auge drauf werfen, nicht dass die sich hier noch festsetzen.

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3. Spielabend

4. Peraine
Nach der Ratssitzung verdoppelt seine Exzellenz der Schutzprätor Ramon Rahjaduez die Wachen auf den Mauern und an den Toren um eventuellen Aktionen der Yakosh Dey vorzubeugen. Er beschließt nochmal einen Rundgang durch die Stadt zu unternehmen, um die Wachen zu kontrollieren. Auf dem Heimweg wird er hinterhältig von dem Rüpel Odomir von Hardenfels in den Dreck geworfen. Als dieser sich der Verhaftung widersetzt und handgreiflich wird und eine Forderung zum Duell ausspricht, muss seine Exzellenz seine Ehre in ebendiesen Duell wiederherstellen. Das Duell ist auf den nächsten Tag im Morgengrauen am Borontempel (Damit seine Exzellenz es nicht so weit hat).
Coragon ist derweil durch die Tavernen gezogen, um Stimmung gegen die Novadis zu machen und wirbt dabei gleich zwei Informanten für die Garde an. Weiterhin macht er Werbung für ein kostenloses Waffentraining für borongläubige Bürger.

5. Peraine
Im Morgengrauen tritt seine Exzellenz zu dem Duell an. Die anderen Rabengardisten kommen als Rückendeckung und mögliche Rächer mit (Danke fürs Vertrauen). Ramon glaubt unerschütterlich an seinen Sieg und setzt sein komplettes Barvermögen + die Gardekasse auf ebendiesen. Ehrenvoll, wie er nun einmal ist, überlässt er dem Rüpel Odomir von Hardenfels den ersten Schlag. Doch dieser Trottel von Mittelreicher schafft es sich mit seinem eigenen Streich zu verletzen. Seine Exzellenz legt seine komplette Kraft in einen einzigen meisterlich geführten Schlag, der das Bein des räudigen Mittelreichers bricht – der daraufhin zu Boden geht. Da das Duell bis zum Tode geführt werden muss, schlägt Ramon Odomir den Kopf mit dessen eigener Waffe ab. Nach diesem Sieg streicht er seinen wohlverdienten Wettgewinn ein. Die Leiche wird den Borongeweihten übergeben.

  • Die Rabengardisten beschließen die Wohnung von Odomir zu untersuchen, um herauszufinden, ob er vielleicht nicht aus eigenem Antrieb gehandelt hat. Und tatsächlich findet sich ein Papier das den Tod von dem Schutzprätor fordert, in derselben Schrift geschrieben, wie die erpresserische Forderung, dass Ramon die Stadt verlässt.
  • Am Abend ist der oberste Kadi Nurroconi zu Gast im Anwesen des Schutzprätors und mithilfe eines Trankes von Gnorgl wird unauffällig dessen Zunge gelockert. Aber bei dem Gespräch kommt nichts anderes heraus, als dass Nurroconi das Wohl der Stadt am Herzen liegt und dabei in dem Schutzprätor und seinen Kameraden einen wertvollen Verbündeten sieht. Von dem Mordanschlag auf Ramon weiß er nichts.

6.Peraine

  • Im Gardehaus wir ein kostenloses Training für interessierte Bürger angeboten, aber der Erfolg ist nur mäßig.

7.Peraine
Ratssitzung:

  • Es wird beschlossen, das Amt von Schutz- und Kriegsprätor zu vereinen, der Inhaber des Neuen Amtes soll in einem Wettstreit zwischen Ramon und Tetaka ermittelt werden. Die Art des Wettkampfes wird noch von Zeforika beschlossen.
  • Ein atemloser Gadist platzt in die Sitzung und ruft den Schutzprätor und die Kriegsprätorin zum Jaguartor (Südtor), wo ein Yakosh Dey mit einem Pferd mit einer geleerten Schatztruhe, die das Siegel der Stadt trägt, mitführt. Der Yakosh Dey berichtet, das die drei Steuereintreiber – Gardisten von Piraten entführt wurden. Es wird sofort beschlossen eine Befreiungsexpedition zu starten. Ramon schickt Coragon an seiner statt mit zwanzig Gardisten und zwei Weibeln, die Kriegsprätorin nimmt dreißig ihrer Soldaten mit.

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4. Spielabend

Bericht des Rabengardisten und Boroni Coragon Delazar:

„Um mal wieder verleumderischen Gerüchten vorzubeugen, möchte ich heute ausnahmsweise die Zusammenfassung des gestrigen Abends hier niederschreiben. 🙂 Wir sind mit 50 Mann in Richtung des Piratendorfes losgezogen (20 von uns, 30 Seesoldaten). Nach einem Zwischenstopp in einem Sklavenjäger-Camp und einem Weiler kamen wir nach zwei oder drei Tagen am Piratendorf an.

Tetaka hat mittels Armbrust den Ausguck von seinem Baum entfernt. (Tetaka, nicht Coragon!) Nun haben wir das Dorf beobachtet und uns für einen nächtlichen Angriff entschieden. Nachdem wir die Wachablösung und einen darauf ausgesandten Erkundungstrupp von 10 Piraten niedergemacht haben, sind wir nachts zum Dorf und haben zunächst einmal die 3 Wächter durch Armbrüste beseitigt (Coragon stand völlig friedlich daneben und hat sich an den Orchideen und Farnen im Unterholz erfreut!)

Nasha

Anschließend sind wir unbemerkt mit 15 Mann über die Seeseite ins Dorf und haben rasch die zwei Wächter ausgeschaltet, die zwei unserer Kameraden menschenverachtend in einem Käfig eingesperrt und gefoltert haben. (Kein Gemetzel, lediglich eine leider notwendige Maßnahme, um nicht entdeckt zu werden!) 4 unserer Männer haben die Gefangenen aus dem Dorf getragen, während wir ins Dorfzentrum schleichen wollten, um den letzten Gefangenen zu befreien. Dieser war überaus demütigend an einem Pfahl angebunden und ausgepeitscht worden. (Für jeden verständlich, wenn Coragon angesichts solcher Boßheit ein wenig Groll empfindet, nicht wahr?) Leider wurden wir entdeckt und mussten schnell handeln. Während seine Gefährten nichts besseres zu tun hatten, als sich mit den am Feuer sitzenden Piraten zu prügeln, ist Coragon (SELBSTLOS!) zum Materpfahl gestürmt und hat den Geschändeten losgeschnitten, sich auf die Schultern gepackt und zum Tor geschleppt. Nachdem dieses geöffnet war, hat er durch Hylailer Feuer selbiges in Brand gesetzt um eine Verfolgung auszuschließen. Schließlich galt es ein unnötiges Blutbad zu verhindern, dass die vor den Toren lauernden Männer mit den Piraten angerichtet hätten. Bereits zurück im Lager, bereit zum Aufbruch, überlegte sich Tetaka (nicht Coragon, TE-TA-KA!), dass man nicht nach Corhop zurückkehren könnte, wenn man sechs Männer verloren hat, um drei zu retten. Es galt ein Exempel an den Piraten zu statuieren. Wir haben die Befreiten mit 5 Mann und den Pferden nach Norden geschickt, um eine deutliche Fährte zu hinterlassen und sind selbst an den weit über hundert Piraten, die uns ans Leben wollten, im Dschungel vorbeigeschlichen.

Zurück im Dorf ist die Situation dann zugegebenermaßen etwas eskaliert. Die erzürnten Männer von Stadt- und Seegarde haben sich in Trauer um ihre gefallenen Kameraden unter Führung der aufgepeitschten Tetaka in den Kampf geworfen. Coragon ging mit um schlimmeres zu verhindern und hat sich (ja, zugegeben, ein wenig, bisschen, vielleicht ein bisschen mehr) von der Stimmung anstecken lassen. Während Tetaka nach wenigen Hieben zu Boden ging rang Coragon wie ein Löwe erst den Piratenhäuptling und einige Krieger, dann zahllose blutgeifernde Greise, Frauen und Kinder nieder. Zur Sicherheit wurde das Dorf bis auf das letzte Haus niedergebrannt um eventuell versteckte Unholde auszuräuchern und den Piraten ein für alle Mal zu zeigen, das für derart Gesetzlose ohne Kaperbrief kein Platz in der Welt der schwarzen Perle ist! Pflichtbewusst segnete Coragon das ganze Dorf unter Aufgabe eines großteils seiner karmalen Kraft um die fehlgeleiteten Seelen der Piraten und die ehrenvoll gestorbenen Kameraden in Borons Hallen zu führen.

Da Tetaka schwer und viele unserer Männer nicht ganz so schwer verwundet worden sind, wirkte Coragon ein letztes Perainegefälliges Wunder, um die Kameraden von der Schwelle des Todes zu reißen was der Schweigende auch gnädig gewährte. Dabei kam Coragon durch die nahezu vollständige Entleerung seiner karmalen Kapazität den göttlichen Gefilden Alverans so nah wie noch nie zuvor. Da Tetaka immer noch schwer verwundet und Coragons Seele nahezu entrückt war, musste einer der Weibel die Führung übernehmen und brachte uns zurück nach Chorhop wo man (meiner Meinung nach unnachvollziehbar) mehr über die Gefallenen trauerte, als den herben Schlag gegen das Piratengesindel zu feiern. Coragon wird versuchen, den angehörigen der Gefallenen bei einem Borondienst zu erklären, dass ihre Lieben nicht umsonst, sondern unter heldenhafter Selbstaufgabe ins Reich des Schlafes eingegangen sind und ihnen dort Ehre, Ruhm und Wohlgefallen zu Teil werden.“

Hinweis: Dieser Bericht enhält stark subjektive Eindrücke und ist nicht als authentischer Bericht der Geschehnisse zu werten 😉

Fakten:

Die Expedition ging vom 7ten bis zum 14ten Peraine.

Verluste auf seiten der Garde:
21 Seesoldaten, 10 Gardisten + 1 Weibel

Überlebende auf seiten der Garde:
9 Seesoldaten, 10 Gardisten + 1 Weibel

Verluste bei den Piraten:
80 Piraten; 300 Fischer, Handwerker, Frauen, Greise und Kinder; 1 Dorf

Überlebende bei den Piraten:
100 Piraten der Verfolgungstruppe; 120 Piraten, die noch auf Kaperfahrt sind

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